Der Mixer ist das zentrale Element aller DJ-Decks. Neben der Wahl des geeigneten Mediums – Vinyl, CD, oderMP3 – zählt die Wahl des richtigen Mixers zu den wichtigsten Entscheidungen eines angehenden DJs.
Da wir voraussetzen, dass jeder interessierte DJ auch bereit ist, in gutes Equipement zu investieren, blenden wir bei der Suche nach geeigneten Einstiegsmodellen die Produkte aus der niedrigen Preiskategorie aus, da wir selbst hiermit nur schlechte Erfahrungen gemacht haben und diese nicht guten Gewissens empfehlen möchten.
Der Battle-Mixer
Als Battle-Mixerbezeichnet man gemeinhin einen 2-Kanal-Mixer ohne besondere Sonderausstattung wie Effekte oder Ähnliches. Diese Art von Mixern gilt unter Puristen und vor allem unter Hip-Hop-DJs als Nonplusultra, was auch geschichtliche Hintergründe hat. Bei den frühen DJ-Battles in den Ghettos der Amerikanischen Großstädte, wurden nur diese einfachen Geräte verwendet, weswegen noch heute zahlreiche Fans der Überzeugung sing, das es mehr nicht bedarf, um ein guter DJ zu sein.
Moderne Battle-Mixer verfügen zwar über wenige Extras, jedoch sollte jeder Mixer über eine verstellbare Crossfader-Kurve, Crossfader-Reverse-Schalter, sowie Input- und Cue-Schalter verfügen.
Wir empfehlen den Numark DMX 01 USB. Dieser digitale 2-Kanal Battle-Mixer verfügt neben den oben genannten Features, über einen USB-Anschluss, der es dem DJ erlaubt, seine Sets digital auf dem PC oder Laptop aufzunehmen. Dieser Mixer ist schon für 159 € zu haben und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch in dieser Kategorie gibt es qualitativ sehr hochwertige Produkte, empfohlen sein hier vor allem die Geräte von Rane und Vestax. Bei diesen Geräten kann man keine Fehler machen, allerdings handelt es sich um High-End-Produkte, was besonders im Preis deutlich wird.
Der Club-Mixer für Zuhause
Club-Mixer waren bis vor einigen Jahren für den Hausgebrauch noch recht unerschwinglich. Hersteller wie Pioneer oder Allen & Heath produzierten hauptsächlich für die Clubs. Mittlerweile haben viele DJs die Vorteile dieser Geräte erkannt. Bei Club-Mixern handelt es sich in der Regel um 4-Kanal-Mixer mit integrierten Effekten und weiteren Extras. Beim Einspielen von DJ-Sets bieten einem Club-Mixer mehr Variationsmöglichkeiten und erhalten so auch bei erfahrenen DJs den Lerntrieb.
Da die Geräte sowohl preislich, als auch von der Leistungsfähigkeit stark variieren, ist es zwar schwer ein Gerät zu empfehlen. Vor dem Kauf, sollte sich jeder DJ bewusst machen, auf elche Features er besonderen Wert legt und auch sein Budget im Hinterkopf behalten. Ein Mixer, von dem wir denken, dass er sowohl hohe Ansprüche erfüllt, als auch in der Handhabung einfach ist, ist der xone:42 von Allen & Heath. Dieser digitale 4-Kanal-mixer ist zwar mit 699 € nicht gerade günstig, lässt allerdings auch keine Wünsche offen. Ein zusätzliches Plus dieses Geräts ist sein USB-Anschluss, mit dem Live-Sets sehr einfach aufgenommen werden können.
Der Klassiker
Wer schon einmal im Club dem DJ über die Schulter geschaut hat, wird oft das gleiche Bild geboten bekommen: Zwei Technics MK2 1210 Plattenspieler oder Pioneer CDJ 1000 und… der Pioneer DJM 600 Profi-Mixer. Im Gegensatz zu den anderen Mixern aus der DJM-Reihe wirkt der 600er eher altmodisch, was allerdings durchaus gewollt ist. Diese Form der Understatement erlaubt eine saubere und klare Anordnung aller Fader, Schalter und Knöpfe und verzichtet auf den Einsatz von LEDs. Dieser Klassiker unter den Clubmixern ist natürlich auf für den Hausgebrauch zu empfehlen, wobei er bei einem Preis von 750 € auf neuartige Extras wie den USB-Anschluss verzichtet.
Fazit
Für welchen Mixer man sich auch entscheidet, es ist grundsätzlich zu empfehlen, sich von dem Kauf von erfahreneren DJs beraten zu lassen und den Kauf mit seinen persönlichen Bedürfnissen abzustimmen. Eine lange Liste von Produktfeatures garantiert noch lange nicht, dass der Mixer der richtige ist.
Möchte man vor allem das Auflegen als solches betreiben und Dinge wie Scratchen und Beatjuggling erlernen, oder trainieren, ist ein 2-Kanal-Fader mit einem guten Crossfader zu empfehlen. Möchte man jedoch seine eigenen Mixe aufnehmen und diese mit Effekten versehen, empfiehlt sich ein hochwertigerer 4-Kanal-Mixer mit allen Extras.
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Schöner Artikel!